Autor: Content Team Emil Frey, aktualisiert am 11. August 2026
Der Kaufpreis beantwortet die Kostenfrage nicht. Über eine Haltedauer von fünf Jahren kommen Wertverlust, Energie, Wartung, Versicherung, Motorfahrzeugsteuer, Reifen und allenfalls eine Wallbox dazu, und diese Positionen zusammen sind meist deutlich grösser als der Betrag, über den beim Kauf verhandelt wird. Ein Elektroauto ist in der Anschaffung häufig teurer und im Betrieb günstiger, beim Benziner ist es umgekehrt. Und bei Hybridfahrzeugen entscheidet die Bauart: Vollhybrid und Plug-in-Hybrid rechnen sich völlig unterschiedlich. Dieser Ratgeber zeigt, welche Kosten in einen fairen Vergleich gehören, und rechnet drei Fahrprofile mit offengelegten Annahmen und aktuellen Schweizer Preisen durch.
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Kurz gesagt: Bei vergleichbaren Fahrzeugen und überwiegendem Laden zuhause erreicht das Elektroauto in der Schweiz oft die tiefsten Gesamtkosten, besonders bei regelmässiger Nutzung ab etwa 15'000 Kilometern pro Jahr.
Allgemeingültig ist dieses Ergebnis aber nicht. Entscheidend ist eine Reihenfolge, die in vielen Vergleichen untergeht: Kaufpreis und Wertverlust wiegen schwerer als die Energiekosten. Liegt ein Elektroauto in der Anschaffung 7'000 Franken über einem vergleichbaren Benziner, muss es diesen Unterschied über die Haltedauer erst wieder einfahren. Bei 15'000 Kilometern pro Jahr gelingt das knapp, bei 25'000 Kilometern klar, bei 9'000 Kilometern in der Regel nicht.
Der zweite Hebel ist der Ladeort. Zuhause geladen kostet Strom für 100 Kilometer rund 5 Franken, an einer Autobahn-Schnellladestation rund 12 Franken. Der dritte Punkt betrifft die Hybride: Ein Hybrid liegt nicht automatisch zwischen Elektroauto und Benziner. Ein Vollhybrid ist ein sparsamer Verbrenner mit gutem Wertverhalten, ein Plug-in-Hybrid ein zweigeteiltes Fahrzeug, dessen Rechnung mit dem elektrischen Fahranteil steht und fällt.
Ältere Schweizer Kostenvergleiche, etwa die TCS-Betriebskostenrechnungen von 2022 und 2023, taugen methodisch weiterhin. Ihre Zahlen nicht: Strom-, Benzin- und Fahrzeugpreise sowie Restwerte haben sich seither erheblich verändert.
Tiefe Energie- und Wartungskosten, dafür ein höherer Einstiegspreis und ein in den ersten Jahren kräftiger Wertverlust. Wirtschaftlich am stärksten bei regelmässiger Nutzung, verlässlicher Lademöglichkeit zuhause oder am Arbeitsplatz und einer Haltedauer ab vier bis fünf Jahren. Die Wallbox gehört in die Rechnung.
Kein Ladeanschluss, keine Ladeinfrastruktur, kein Verhaltenswechsel. Der Verbrauchsvorteil entsteht vor allem im Stadt- und Mischverkehr. Treibstoff- und Wartungskosten bleiben bestehen. Bei den aktuell hohen Benzinpreisen ist der Vollhybrid für viele Fahrprofile die unauffällig solide Lösung.
Muss getrennt betrachtet werden. Der wirtschaftliche Vorteil setzt regelmässiges Laden voraus. Wird das Fahrzeug selten geladen, trägt es zwei Antriebssysteme und deren Gewicht mit sich herum, ohne den Stromvorteil zu nutzen. Der angenommene elektrische Fahranteil gehört in jede Berechnung, sonst ist das Ergebnis wertlos.
In vielen Fahrzeugklassen der tiefste Einstiegspreis und der berechenbarste Wertverlauf, dafür die höchsten Energiekosten. Bei geringer Fahrleistung, kurzer Haltedauer oder fehlender günstiger Lademöglichkeit bleibt er konkurrenzfähig.
Hinweis: Hybrid ist nicht gleich Hybrid
Ein Vollhybrid lädt seine kleine Batterie während der Fahrt und kann nicht extern geladen werden. Ein Plug-in-Hybrid besitzt eine grössere Batterie und muss regelmässig an einer Ladestation geladen werden, um einen hohen elektrischen Fahranteil und entsprechend tiefe Energiekosten zu erreichen. Ein Mild-Hybrid wiederum unterstützt den Verbrennungsmotor nur beim Anfahren und Beschleunigen und fährt nie rein elektrisch.
Total Cost of Ownership, kurz TCO, bezeichnet die Gesamtkosten eines Fahrzeugs über die gesamte Haltedauer. Der Begriff klingt technisch, die Idee dahinter ist einfach: nicht was das Auto kostet, sondern was es Sie kostet, bis Sie es wieder verkaufen.
Der häufigste Fehler ist der Vergleich von Tank- und Ladekosten allein. Diese Position macht je nach Fahrprofil nur 10 bis 25 Prozent der Gesamtkosten aus. Der zweite Fehler: den vollen Kaufpreis als Kosten anzusetzen. Ein Teil davon kommt beim Wiederverkauf zurück. Als Kosten zählt die Differenz zwischen Kaufpreis und erwartetem Restwert.
| Kostenart | Was gehört hinein? |
| Anschaffung | Kaufpreis nach Rabatten, allfällige Finanzierungs- oder Leasingkosten |
| Wertverlust | Kaufpreis abzüglich erwarteter Wiederverkaufswert am Ende der Haltedauer |
| Energie | Strom zuhause, öffentliches AC-Laden, Schnellladen oder Benzin |
| Wartung und Reparaturen | Service, Verschleissteile, modellabhängige Reparaturen |
| Versicherung | Vergleichbares Fahrer- und Deckungsprofil für alle Fahrzeuge |
| Motorfahrzeugsteuer | Abhängig von Kanton und konkretem Fahrzeug |
| Reifen | Kauf, saisonaler Wechsel und Einlagerung |
| Ladeinfrastruktur | Wallbox, Installation, allfällige Anpassungen am Hausanschluss |
| Weitere Kosten | Fahrzeugpflege, Parkkarten, fahrzeugspezifische Ausgaben |
Rechnen Sie am Schluss alles auf zwei Bezugsgrössen um: Kosten pro Monat und Kosten pro Kilometer. Erst dann lassen sich Fahrzeuge mit unterschiedlichem Kaufpreis und unterschiedlicher Nutzung ehrlich vergleichen.
Hinweis: Betriebskosten sind nicht Gesamtkosten
Tiefe Strom- oder Wartungskosten bedeuten nicht automatisch, dass ein Fahrzeug insgesamt günstiger ist. Kaufpreis und Wertverlust gehören in fast jeder Rechnung zu den grössten Positionen und müssen deshalb immer einbezogen werden.
Der Wertverlust ist der grösste und zugleich der am schlechtesten sichtbare Kostenblock. Er erscheint auf keiner Rechnung und fällt erst beim Verkauf auf. Gemäss EnergieSchweiz verlieren die meisten Fahrzeuge in den ersten vier Jahren rund die Hälfte ihres Wertes, unabhängig vom Antrieb. Der Verlauf ist nicht linear: Im ersten Jahr ist der Rückgang am steilsten, danach flacht er ab.
Drei Regeln machen den Vergleich belastbar. Erstens: dieselbe Fahrzeugklasse, vergleichbare Leistung und Ausstattung. Zweitens: aktuelle Rabatte einrechnen, denn sie verschieben den Einstiegspreis oft stärker als jede Differenz bei den Betriebskosten. Drittens: Neuwagen und Occasionen nie in derselben Rechnung vermischen. Bei Elektroautos kommt dazu, dass die schnelle technische Entwicklung bei Reichweite und Ladeleistung den Restwert älterer Modelle stärker unter Druck setzt als bei Verbrennern. Genau das ist die Chance für Occasionskäufer.
Ein grosser Teil des anfänglichen Wertverlusts ist bereits erfolgt, die monatlichen Abschreibungskosten fallen entsprechend tiefer aus. Dafür gewinnen Zustand, Alter, Kilometerstand, Garantie und beim Elektrofahrzeug die Batteriegesundheit an Gewicht.
Der Gesundheitszustand der Antriebsbatterie, der State of Health oder SoH, ist bei einer Elektroauto-Occasion das, was der Kilometerstand beim Verbrenner ist: der wichtigste einzelne Wertfaktor. Herstellergarantien sichern üblicherweise eine Restkapazität von mindestens 70 Prozent zu, sagen aber nichts über den Zustand eines konkreten Fahrzeugs aus. Emil Frey lässt gebrauchte Elektrofahrzeuge deshalb mit dem AVILOO Flash Test prüfen, einem herstellerunabhängigen Verfahren, das in den Emil Frey Garagen flächendeckend eingesetzt wird. Das Ergebnis ist ein TÜV-zertifiziertes Batteriezertifikat mit dem Gütesiegel «AVILOO Certified». Es weist den SoH aus und zusätzlich die real verfügbare Reichweite im Vergleich zur WLTP-Angabe.
Die Annahmen einer Occasionsrechnung gehören getrennt von einer Neuwagenrechnung ausgewiesen. Sonst vergleichen Sie am Ende Fahrzeugalter statt Antriebsarten.
Experten-Tipp
Vergleichen Sie nicht Fahrzeuge mit ähnlichem Kaufpreis, sondern Modelle derselben Fahrzeugklasse mit vergleichbarer Leistung und Ausstattung. Ein günstiger Kleinwagen gegen ein grösseres Elektro-SUV gestellt sagt mehr über die Fahrzeugwahl aus als über den Antrieb.
Hier zählt der Preisstand, denn beide Seiten haben sich 2026 gegenläufig bewegt.
Der Strompreis für Schweizer Haushalte liegt 2026 gemäss der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom im Median bei 27,7 Rappen pro Kilowattstunde, rund vier Prozent tiefer als im Vorjahr. Die Spanne zwischen den Gemeinden ist allerdings gewaltig: von unter 10 bis über 43 Rappen. Ihr eigener Tarif steht auf der Stromrechnung.
Beim Benzin verlief die Entwicklung umgekehrt. Der Durchschnittspreis für einen Liter Bleifrei 95 liegt gemäss TCS bei 1.96 Franken und damit auf dem höchsten Stand seit rund zwei Jahren.
Beispielannahmen für die folgenden Berechnungen (Preisstand 27. Juli 2026): Elektroauto 18 kWh/100 km ab Ladepunkt inklusive Ladeverluste, Vollhybrid 5,0 l/100 km, Benziner 6,5 l/100 km, Plug-in-Hybrid 19 kWh/100 km im elektrischen und 6,8 l/100 km im Verbrennerbetrieb. Strom zuhause 27,7 Rp./kWh, öffentliches AC-Laden 55 Rp./ kWh, Schnellladen 68 Rp./kWh, Benzin 1.96 CHF/l. Jahresfahrleistung 15'000 km, also 1'250 km pro Monat.
| Antrieb und Ladeart | Verbrauch je 100 km | Preisgrundlage | Kosten je 100 km | Kosten pro Monat |
| Elektroauto, zuhause | 18 kWh | 27,7 Rp./kWh | CHF 4.99 | CHF 62 |
| Elektroauto, öffentlich AC | 18 kWh | 55 Rp./kWh | CHF 9.90 | CHF 124 |
| Elektroauto, Schnellladen | 18 kWh | 68 Rp./kWh | CHF 12.24 | CHF 153 |
| Elektroauto, Mix 80/15/5 | 18 kWh | 33,8 Rp./kWh | CHF 6.09 | CHF 76 |
| Vollhybrid | 5,0 l | 1.96 CHF/l | CHF 9.80 | CHF 123 |
| Plug-in-Hybrid, 60 % elektrisch | 11,4 kWh + 2,7 l | gemischt | CHF 8.80 | CHF 110 |
| Benziner | 6,5 l | 1.96 CHF/l | CHF 12.74 | CHF 159 |
Die aufschlussreichste Zeile ist die dritte: Ein Elektroauto, das ausschliesslich an Autobahn-Schnellladern geladen wird, kostet beim heutigen Preisniveau pro 100 Kilometer praktisch gleich viel wie der Benziner. Der viel zitierte Energiekostenvorteil ist also kein Vorteil des Antriebs, sondern einer des Ladeorts. Die 68 Rappen stammen aus einer TCS-Erhebung an 35 Schnellladestationen auf Schweizer Autobahnraststätten: 50 kWh kosteten dort im Schnitt 34 Franken, die Spanne reichte von 23 bis 46 Franken. Ein Preisunterschied von 100 Prozent für dieselbe Energiemenge.
Hinweis: Der Ladeort verändert das Ergebnis
Wer überwiegend zuhause oder am Arbeitsplatz lädt, zahlt deutlich weniger als jemand, der hauptsächlich öffentliche Schnellladestationen nutzt. Jede seriöse Kostenrechnung legt deshalb offen, welchen Anteil sie für Heimladen, öffentliches AC-Laden und Schnellladen annimmt. Emil Frey Privatkunden laden mit dem Energy Pass 2 Rappen pro kWh günstiger, im eigenen SOCAR Charge Ladenetz sowie in den Partnernetzwerken.
Die folgende Rechnung vergleicht vier Neuwagen derselben Kompaktklasse mit vergleichbarer Leistung und Ausstattung über fünf Jahre.
Angenommene Eckwerte:
Haltedauer 5 Jahre, 15'000 km pro Jahr, insgesamt 75'000 km. Kaufpreise inklusive marktüblicher Rabatte: Elektroauto 45'000 Franken, Vollhybrid 42'000 Franken, Plug-in-Hybrid 48'000 Franken, Benziner 38'000 Franken. Erwartete Restwerte nach fünf Jahren: 42, 48, 42 und 45 Prozent. Ladeprofil beim Elektroauto: 80 Prozent zuhause, 15 Prozent öffentlich AC, 5 Prozent Schnellladen. Plug-in-Hybrid mit 60 Prozent elektrischem Fahranteil. Vergleichbare Vollkaskodeckung, Schweizer Durchschnitt bei der Motorfahrzeugsteuer, Wallbox 2'500 Franken auf zehn Jahre verteilt. Finanzierungskosten sind bei allen vier Fahrzeugen ausgeklammert. Preisstand 27. Juli 2026.
| Kosten pro Monat | Elektroauto | Vollhybrid | Plug-in-Hybrid | Benziner |
| Wertverlust | CHF 435 | CHF 364 | CHF 464 | CHF 348 |
| Energie | CHF 76 | CHF 122 | CHF 110 | CHF 159 |
| Wartung und Service | CHF 45 | CHF 65 | CHF 75 | CHF 70 |
| Versicherung | CHF 115 | CHF 105 | CHF 120 | CHF 100 |
| Motorfahrzeugsteuer | CHF 20 | CHF 32 | CHF 30 | CHF 35 |
| Reifen | CHF 35 | CHF 30 | CHF 33 | CHF 30 |
| Ladeinfrastruktur | CHF 21 | CHF 0 | CHF 21 | CHF 0 |
| Gesamtkosten pro Monat | CHF 747 | CHF 718 | CHF 853 | CHF 742 |
| Kosten pro Kilometer | CHF 0.60 | CHF 0.57 | CHF 0.68 | CHF 0.59 |
Das Ergebnis dürfte manche überraschen: Bei 15'000 Kilometern pro Jahr liegen Elektroauto und Benziner mit fünf Franken Differenz pro Monat praktisch gleichauf. Der Energievorteil des Elektroautos von 83 Franken monatlich wird durch den höheren Wertverlust fast vollständig aufgezehrt. Vorne liegt der Vollhybrid, der tiefen Kaufpreis, gutes Wertverhalten und moderaten Verbrauch kombiniert. Am teuersten ist der Plug-in-Hybrid: höchster Kaufpreis plus Wartungsaufwand zweier Antriebssysteme.
| Kosten pro Monat | Elektroauto | Vollhybrid | Plug-in-Hybrid | Benziner |
| Wertverlust | CHF 469 | CHF 385 | CHF 500 | CHF 372 |
| Energie | CHF 46 | CHF 74 | CHF 66 | CHF 96 |
| Übrige Kosten | CHF 217 | CHF 210 | CHF 256 | CHF 213 |
| Gesamtkosten pro Monat | CHF 732 | CHF 669 | CHF 822 | CHF 681 |
| Kosten pro Kilometer | CHF 0.98 | CHF 0.89 | CHF 1.10 | CHF 0.91 |
Bei tiefer Fahrleistung dominiert der Kaufpreis. Die Energiekosten fallen so wenig ins Gewicht, dass eine Preisdifferenz von 7'000 Franken nicht mehr eingeholt werden kann. Benziner und Vollhybrid liegen klar vorne. Und der Kilometerpreis steigt in allen Varianten stark an: Wenigfahren ist teuer, unabhängig vom Antrieb.
| Kosten pro Monat | Elektroauto | Vollhybrid | Plug-in-Hybrid | Benziner |
| Wertverlust | CHF 510 | CHF 434 | CHF 544 | CHF 412 |
| Energie | CHF 122 | CHF 204 | CHF 215 | CHF 265 |
| Übrige Kosten | CHF 284 | CHF 292 | CHF 346 | CHF 300 |
| Gesamtkosten pro Monat | CHF 916 | CHF 930 | CHF 1'105 | CHF 977 |
| Kosten pro Kilometer | CHF 0.44 | CHF 0.45 | CHF 0.53 | CHF 0.47 |
Hier kippt das Bild zugunsten des Elektroautos, angenommen mit 85 Prozent Heimladen: Es liegt 61 Franken pro Monat unter dem Benziner, über fünf Jahre rund 3'700 Franken. Der Plug-in-Hybrid fällt zurück, weil der elektrische Fahranteil bei viel Langstrecke auf 40 Prozent sinkt.
Zwei Sensitivitäten sind entscheidend. Steigt der Schnellladeanteil von 5 auf 25 Prozent, wächst der Energieposten des Elektroautos von 122 auf 157 Franken pro Monat und der Vorsprung schmilzt auf ein Viertel. Und beim Plug-in-Hybrid macht der elektrische Fahranteil im Hauptszenario zwischen 20 und 80 Prozent eine Differenz von 57 Franken pro Monat aus, über fünf Jahre rund 3'400 Franken für dasselbe Fahrzeug.
Hinweis zu den Berechnungen
Die dargestellten Kosten sind Beispielwerte auf Basis offengelegter Annahmen. Die tatsächlichen Gesamtkosten hängen unter anderem von Fahrzeugmodell, Kaufpreis, Fahrleistung, Restwert, Wohnkanton, Versicherungsdeckung und Ladeverhalten ab. Strom-, Benzin- und Ladepreise ändern sich laufend.
Elektroautos haben weniger klassische Wartungspositionen: kein Ölwechsel, kein Zahnriemen, keine Auspuffanlage, keine Abgasuntersuchung, und dank Rekuperation weniger Bremsenverschleiss. Reparaturkosten bleiben dagegen modell-, alters- und schadenabhängig. Beim Reifenverschleiss gilt keine pauschale Regel: Höheres Gewicht und sofort anliegendes Drehmoment erhöhen ihn, eine vorausschauende Fahrweise senkt ihn. Vollhybrid und Plug-in-Hybrid besitzen weiterhin einen Verbrennungsmotor, der Plug-in-Hybrid zusätzlich ein zweites vollständiges Antriebssystem.
Bei der Versicherung gibt es keine Faustregel nach Antriebsart. Prämien hängen von Modell, Fahrerprofil und Deckung ab. Klären Sie explizit, ob Antriebsbatterie, Ladekabel und Wallbox mitversichert sind.
Die Motorfahrzeugsteuer ist kantonal geregelt und in Bewegung. Mehrere Kantone gewähren Elektrofahrzeugen weiterhin Rabatte oder Befreiungen. Andere haben umgestellt: Aargau und St. Gallen berechnen die Abgabe seit dem 1. Januar 2026 technologieneutral nach Gesamtgewicht und Motorleistung, mit Reduktionen beziehungsweise einem Bonus-Malus-System für energieeffiziente Fahrzeuge. Pauschale Aussagen wie «Elektroautos zahlen weniger Steuern» treffen deshalb nicht mehr überall zu. Prüfen Sie den Steuerrechner Ihres Wohnkantons für das konkrete Fahrzeug.
| Kostenart | Elektroauto | Vollhybrid | Plug-in-Hybrid | Benziner |
| Klassische Motorwartung | entfällt weitgehend | vorhanden | vorhanden | vorhanden |
| Elektrisches Antriebssystem | vorhanden | vorhanden, kleine Batterie | vorhanden | nicht vorhanden |
| Energieversorgung | Laden erforderlich | Benzin erforderlich | Laden und Benzin | Benzin erforderlich |
| Ladeinfrastruktur | Wallbox sinnvoll | nicht erforderlich | Wallbox sinnvoll | nicht erforderlich |
| Versicherung | modellabhängig | modellabhängig | modellabhängig | modellabhängig |
| Motorfahrzeugsteuer | kantonal und fahrzeugabhängig | kantonal und fahrzeugabhängig | kantonal und fahrzeugabhängig | kantonal und fahrzeugabhängig |
Massgebend sind vier Grössen: Fahrleistung, Lademöglichkeit, Haltedauer und Kaufpreisdifferenz.
| Fahr- und Nutzungsprofil | Tendenziell geeigneter Antrieb | Begründung |
| Regelmässige Fahrleistung und Laden zuhause | Elektroauto | Tiefe Energiekosten und gut planbare Betriebskosten |
| Hohe Jahresfahrleistung ab 20'000 km | Elektroauto oder effizienter Vollhybrid | Laufende Kosten gewinnen gegenüber dem Kaufpreis an Gewicht |
| Stadt- und Mischverkehr ohne externe Lademöglichkeit | Vollhybrid | Rekuperation wirkt, kein Ladeanschluss nötig |
| Kurze Tagesstrecken, tägliches Laden, gelegentliche Langstrecke | Plug-in-Hybrid | Hoher elektrischer Fahranteil realistisch erreichbar |
| Plug-in-Hybrid ohne regelmässiges Laden | eher nicht empfehlenswert | Zwei Antriebssysteme und deren Gewicht ohne Stromnutzung |
| Geringe Fahrleistung und deutlich günstigerer Kaufpreis | Benziner | Kaufpreis und Wertverlust dominieren das Ergebnis |
| Überwiegend öffentliches Schnellladen | individuell rechnen | Der Energiekostenvorteil des Elektroautos schrumpft deutlich |
| Eigene Photovoltaikanlage oder günstiger Heimtarif | Elektroauto | Besonders tiefe Stromkosten über die gesamte Haltedauer |
Experten-Tipp
Die wirtschaftlichste Antriebsart lässt sich nicht an der Jahresfahrleistung allein festmachen. Ebenso wichtig sind Kaufpreis, Haltedauer, erwarteter Restwert und die Frage, wo Sie ein Elektro- oder Plug-in-Hybridfahrzeug tatsächlich laden werden. Rechnen Sie mit Ihrem realen Ladeverhalten, nicht mit dem, das Sie sich vornehmen.
Emil Frey führt über 30 Automarken und damit alle vier Antriebsarten unter einem Dach, als Neuwagen und als geprüfte Occasion. Der praktische Vorteil ist nicht Auswahl an sich, sondern Beratung: Wir haben keinen Grund, Ihnen einen bestimmten Antrieb zu empfehlen, sondern jenen, der zu Ihrem Fahrprofil, Ihrer Lademöglichkeit und Ihrem Budget passt.
Für Ihre eigene Rechnung braucht es vier Angaben: Jahresfahrleistung, geplante Haltedauer, Lademöglichkeit und Budget. Damit lässt sich im Beratungsgespräch durchrechnen, welcher Antrieb für Sie tatsächlich die tieferen Gesamtkosten ergibt, inklusive Leasing- oder Finanzierungsvariante und Versicherungslösung aus derselben Hand.
Jede Occasion trägt das Gütesiegel Emil Frey SELECT: maximal acht Jahre alt, höchstens 96'000 Kilometer, geprüft nach dem Fachmann-Check, mit zwölf Monaten Garantie und einem einmaligen Rückgaberecht von 14 Tagen ab Fahrzeugübergabe. Bei gebrauchten Elektrofahrzeugen kommt das AVILOO Batteriezertifikat dazu. Und eine Probefahrt beantwortet, was keine Tabelle beantworten kann: ob der Antrieb im Alltag zu Ihnen passt.