Autor: Content Team Emil Frey, aktualisiert am 30. September 2026
Ja, auch gebrauchte Autos lassen sich in der Schweiz leasen. Das Prinzip entspricht dem Neuwagenleasing: Sie wählen ein Fahrzeug, vereinbaren Laufzeit und Jahreskilometer und bezahlen eine monatliche Leasingrate. Das Auto bleibt während der Vertragsdauer Eigentum der Leasinggesellschaft. Leasingfähig ist eine Occasion aber nicht automatisch: Alter, Kilometerstand und erwarteter Restwert entscheiden mit.
Ja. Viele gebrauchte Fahrzeuge lassen sich in der Schweiz leasen. Ob eine bestimmte Occasion leasingfähig ist, hängt vom Fahrzeugwert, vom Alter, vom Kilometerstand und von den Vorgaben der jeweiligen Leasinggesellschaft ab. Diese Vorgaben beziehen sich meist auf das Ende der Laufzeit.
Sie wählen eine Occasion, legen Laufzeit, Jahreskilometer und eine allfällige Sonderzahlung fest und stellen einen Leasingantrag. Die Leasinggesellschaft prüft Ihre Kreditfähigkeit. Nach Vertragsabschluss nutzen Sie das Fahrzeug gegen eine monatliche Rate, während es der Leasinggesellschaft gehört.
Nicht zwingend. Eine Occasion hat zwar einen tieferen Fahrzeugwert, wodurch die monatliche Leasingrate tiefer ausfallen kann. Der Leasingzinssatz liegt bei Occasionen jedoch häufig höher als bei Neuwagen, für die Hersteller und Importeure regelmässig vergünstigte Aktionszinsen anbieten. Sonderaktionen gibt es allerdings auch bei Occasionen. Vergleichen Sie deshalb nicht nur die Monatsrate, sondern auch den effektiven Jahreszins, Laufzeit, Sonderzahlung und Restwert.
Üblich sind Laufzeiten zwischen 24 und 60 Monaten. Die maximal mögliche Dauer hängt vom Fahrzeug ab, weil Leasinggesellschaften Grenzen für Alter und Kilometerstand bei Vertragsende setzen. Bei einer älteren Occasion kann die Laufzeit deshalb eingeschränkt sein.
So viele, wie im Vertrag vereinbart sind. Übliche Pakete liegen bei 10’000 bis 20’000 Kilometern pro Jahr. Fahren Sie mehr, werden die Mehrkilometer bei Vertragsende zum vereinbarten Ansatz verrechnet. Setzen Sie das Paket deshalb realistisch an.
In den meisten Fällen ja. Da das Fahrzeug der Leasinggesellschaft gehört, wird ein umfassender Versicherungsschutz verlangt. Bei Emil Frey ist die Vollkasko bei sämtlichen Leasingangeboten obligatorisch und nicht in der Rate enthalten. Rechnen Sie die Prämie zur Monatsrate dazu.
Nein. Das Fahrzeug bleibt Eigentum der Leasinggesellschaft und wird nach Vertragsende zurückgegeben. Eine Übernahme ist nicht automatisch vorgesehen und muss separat vereinbart werden.
Je nach Anbieter und Vereinbarung ist das möglich. Der im Vertrag genannte Restwert ist aber keine garantierte Kaufoption, sondern eine Kalkulationsgrösse. Wenn Sie eine Übernahme anstreben, klären Sie die Bedingungen schriftlich, bevor Sie unterschreiben.
Übersteigt der Kilometerstand die vereinbarte Fahrleistung, werden die zusätzlichen Kilometer bei Vertragsende gemäss dem im Vertrag festgelegten Ansatz verrechnet. Der Preis pro Mehrkilometer steht im Vertrag und unterscheidet sich je nach Anbieter und Fahrzeug deutlich.
Bei der Rückgabe wird zwischen normalen Gebrauchsspuren und übermässiger Abnutzung unterschieden. Normale Spuren sind eingerechnet, darüber hinausgehende Schäden können verrechnet werden. Bei einer Occasion ist deshalb entscheidend, dass der Zustand bei der Übernahme dokumentiert wurde.
Grundsätzlich ja. Eine vorzeitige Beendigung kann jedoch erhebliche Zusatzkosten verursachen, besonders in den ersten Vertragsjahren. Die konkreten Bedingungen und Kosten sind im Leasingvertrag geregelt und sollten vor der Unterzeichnung geprüft werden.
Das hängt von Ihrer Situation ab. Leasing passt, wenn Sie planbare Monatskosten wollen, Kapital nicht binden möchten und das Fahrzeug nach einigen Jahren wechseln. Kauf passt, wenn Sie das Auto lange behalten, viel oder unregelmässig fahren und frei darüber verfügen möchten.
Klicken Sie auf den Text, um zum entsprechenden Abschnitt zu springen.
Ja. Occasion-Leasing ist in der Schweiz etabliert und wird sowohl von Händlergruppen mit eigener Leasinggesellschaft als auch von Banken angeboten. Der Ablauf ist derselbe wie beim Neuwagen: Sie nutzen das Fahrzeug über eine vereinbarte Dauer gegen eine monatliche Rate, Eigentümerin bleibt die Leasinggesellschaft.
Der wirtschaftliche Unterschied liegt beim Wertverlust. Ein Neuwagen verliert im ersten Jahr am meisten an Wert, und diesen Teil hat bei einer Occasion bereits der Vorbesitzer getragen. Da eine Occasion bereits einen Teil ihres Wertverlusts hinter sich hat und ihr Kaufpreis in der Regel tiefer liegt, kann auch die monatliche Leasingrate tiefer ausfallen als bei einem vergleichbaren Neuwagen. Der Leasingzinssatz ist bei Occasionen jedoch häufig höher, da Neuwagen regelmässig mit vergünstigten Aktionszinsen angeboten werden. Sonderaktionen können auch bei Occasionen zu tieferen Zinssätzen führen. Entscheidend für einen fairen Vergleich sind deshalb Fahrzeugpreis, Leasingzinssatz, Restwert, Laufzeit und eine allfällige Sonderzahlung.
Grundsätzlich können Sie alle Antriebsarten leasen, also Benziner, Diesel, Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektroautos. Entscheidend ist, ob die Leasinggesellschaft das konkrete Fahrzeug finanziert.
Hinweis: Nicht jede Occasion ist leasingfähig.
Leasinggesellschaften machen Vorgaben zu Fahrzeugalter, Kilometerstand und erwartetem Restwert, häufig bezogen auf das Ende der Laufzeit und nicht auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Klären Sie deshalb immer beim konkreten Fahrzeug ab, welche Laufzeit und welche Kilometerleistung möglich sind.
Prüfen Sie Kaufpreis, Fahrzeugalter, Kilometerstand und Zustand. Fragen Sie nach Serviceheft und Fahrzeughistorie, machen Sie eine Probefahrt und klären Sie, welche Garantie mitläuft. Bei einem gebrauchten Elektroauto gehört der Batteriezustand dazu.
Festgelegt werden Vertragslaufzeit, jährliche Kilometerleistung, eine allfällige Sonderzahlung, der Restwert, der Leasingzinssatz und daraus resultierend die monatliche Rate.
Sie reichen persönliche und finanzielle Angaben ein, üblicherweise zu Einkommen, Wohnkosten sowie bestehenden Krediten und Leasingverträgen.
Die Leasinggesellschaft prüft, ob die Leasingverpflichtung für Sie finanziell tragbar ist. Das ist keine Formsache: Ein Leasing darf nicht gewährt werden, wenn es zur Überschuldung führt.
Kontrollieren Sie Monatsrate, effektiven Jahreszins, Laufzeit, Kilometerpaket, Restwert, Versicherungspflicht, Mehrkilometerpreis, die Regelung bei vorzeitiger Vertragsbeendigung und die Rückgabebedingungen.
Halten Sie Serviceintervalle ein, sichern Sie den Versicherungsschutz, behalten Sie den Kilometerstand im Blick und melden Sie Schäden gemäss Vertrag.
Vereinfacht finanziert die Leasingrate zwei Dinge: den erwarteten Wertverlust des Fahrzeugs während Ihrer Nutzungsdauer und die Finanzierungskosten. Je kleiner die Differenz zwischen dem heutigen Fahrzeugwert und dem Restwert am Vertragsende, desto tiefer die Rate.
Konkret beeinflussen die Rate:
Die Zahl, die Angebote vergleichbar macht, ist der effektive Jahreszins. Er muss im Leasingvertrag ausgewiesen sein und enthält im Gegensatz zum reinen Leasingzins auch die Nebenkosten der Finanzierung. Vergleichen Sie deshalb immer effektive Jahreszinsen miteinander, nicht Leasingzins gegen effektiven Jahreszins.
| Position | Wert |
| Fahrzeug | Opel Combo-e Cargo 2.4 t Electric, Occasion |
| 1. Inverkehrsetzung | 07/2025 |
| Kilometerstand | 8’000 km |
| Verkaufspreis | CHF 21’950 (Neupreis CHF 52’623) |
| Sonderzahlung | CHF 4’000, nicht obligatorisch |
| Laufzeit | 48 Monate |
| Kilometerleistung | 10’000 km pro Jahr |
| Leasingzins | 4,79 %, effektiv 4,90 % |
| Monatliche Leasingrate | CHF 244.40 |
| Vollkasko | obligatorisch, nicht inbegriffen |
Kaution und Restwert richten sich nach den Richtlinien der MultiLease AG. Preisstand: 14.09.2026. Ohne Sonderzahlung fällt die Rate höher aus, bei kürzerer Laufzeit ebenfalls. Bei jedem Fahrzeug auf emilfrey.ch lässt sich die Rate direkt mit Laufzeit, Kilometerleistung und Anzahlung durchrechnen.
Das ist der Punkt, an dem die meisten Budgetrechnungen kippen. Wer zwei Angebote nur über die Monatsrate vergleicht, vergleicht nicht die Autokosten, sondern einen Teilbetrag davon.
| Kostenart | In der Leasingrate enthalten? |
| Nutzung und Finanzierung des Fahrzeugs | ja |
| Vollkaskoversicherung | meist separat |
| Haftpflichtversicherung | separat |
| Motorfahrzeugsteuer | separat |
| Benzin, Diesel oder Strom | separat |
| Service und Wartung | je nach Leasingpaket |
| Reifen | je nach Leasingpaket |
| Parkplatz | separat |
| Mehrkilometer | Abrechnung bei Vertragsende |
| Ausserordentliche Schäden | Abrechnung bei Rückgabe |
Welche Leistungen enthalten sind, hängt vom konkreten Angebot ab. Manche Anbieter bündeln Service, Reifen oder Versicherung in einem Paket, dann steigt die Rate, dafür sinken die Nebenkosten. Der Vergleich ist nur fair, wenn Sie auf beiden Seiten dieselben Leistungen einrechnen.
Hinweis: Leasingrate ist nicht gleich Autokosten.
Rechnen Sie vor dem Abschluss einmal alles zusammen: Leasingrate, Vollkasko, Haftpflicht, Motorfahrzeugsteuer, Treibstoff oder Strom, Service, Reifen, Parkplatz. Erst diese Summe zeigt, was das Auto Sie monatlich wirklich kostet.
In aller Regel ja. Weil das Fahrzeug während der Laufzeit der Leasinggesellschaft gehört, verlangt diese einen umfassenden Versicherungsschutz. Bei Emil Frey ist die Vollkaskoversicherung bei sämtlichen Leasingangeboten obligatorisch und nicht in der Rate inbegriffen.
Für Ihr Budget heisst das: Die Vollkaskoprämie kommt zur Leasingrate dazu. Wie hoch sie ausfällt, hängt vom Fahrzeug, Ihrem Wohnort, Ihrem Alter und Ihrer Schadenhistorie ab. Bei einem älteren oder leistungsstarken Occasionsfahrzeug kann sie einen spürbaren Teil der monatlichen Gesamtkosten ausmachen.
Experten-Tipp
Holen Sie die Versicherungsofferte ein, bevor Sie den Leasingvertrag unterschreiben, nicht danach. So kennen Sie Ihre echte Monatsbelastung, bevor Sie sich für 36 oder 48 Monate binden. Bei Emil Frey lässt sich die Versicherung direkt beim Leasingabschluss mitregeln.
Diese drei Grössen bestimmen Ihre Rate und Ihr Risiko. Sie hängen zusammen, und genau darum lohnt es sich, sie nicht isoliert zu optimieren.
Eine längere Laufzeit senkt die Monatsrate, verlängert aber die Bindung und erhöht die Gesamtzinskosten. Bei einer Occasion kommt ein zweiter Punkt dazu: Rechnen Sie aus, wie alt und wie weit gefahren das Fahrzeug am Vertragsende ist. Liegt es dann ausserhalb der Vorgaben der Leasinggesellschaft, ist die lange Laufzeit gar nicht erst möglich.
Eine längere Laufzeit senkt die Monatsrate, verlängert aber die Bindung und erhöht die Gesamtzinskosten. Bei einer Occasion kommt ein zweiter Punkt dazu: Rechnen Sie aus, wie alt und wie weit gefahren das Fahrzeug am Vertragsende ist. Liegt es dann ausserhalb der Vorgaben der Leasinggesellschaft, ist die lange Laufzeit gar nicht erst möglich.
Der Restwert ist der Fahrzeugwert, den die Leasinggesellschaft für das Vertragsende kalkuliert. Er beeinflusst die Rate direkt: Ein hoch angesetzter Restwert senkt sie. Er ist aber kein garantierter Kaufpreis. Ob und zu welchem Betrag Sie das Fahrzeug übernehmen können, ist eine separate Vereinbarung.
Hinweis: Restwert ist kein Kaufrecht.
Der im Vertrag genannte Restwert bedeutet nicht, dass Sie das Fahrzeug am Ende zu diesem Betrag kaufen dürfen. Wenn Sie eine Übernahme in Betracht ziehen, klären Sie das vor Vertragsabschluss schriftlich.
Der Normalfall ist die Rückgabe. Das Fahrzeug geht an die Leasinggesellschaft zurück, Zustand und Kilometerstand werden geprüft und protokolliert.
Abgerechnet werden dabei üblicherweise:
Die Unterscheidung zwischen normalem Gebrauch und übermässiger Abnutzung ist der häufigste Streitpunkt. Kleine Kratzer und Sitzabnutzung gehören zum normalen Gebrauch, ein durchgesessener Sitz, tiefe Kratzer oder Dellen nicht.
Bei einer Occasion ist ein Punkt besonders wichtig, den es beim Neuwagenleasing so nicht gibt: Das Fahrzeug hat bei Ihrer Übernahme bereits Gebrauchsspuren. Wenn diese nicht dokumentiert sind, lässt sich bei der Rückgabe schwer belegen, welche Schäden schon vorhanden waren.
Hinweis: Zustand bei Übernahme dokumentieren.
Lassen Sie den bestehenden Zustand der Occasion bei Vertragsbeginn schriftlich protokollieren und machen Sie zusätzlich eigene Fotos, rundum und innen. Das kostet zwanzig Minuten und erspart bei der Rückgabe längere Diskussionen.
Grundsätzlich ja, günstig ist eine vorzeitige Vertragsbeendigung allerdings selten. Die finanziellen Folgen richten sich nach dem Leasingvertrag und dem Zeitpunkt der Vertragsauflösung. Insbesondere bei einer frühen Beendigung können erhebliche Zusatzkosten entstehen.
Praktisch heisst das: Lesen Sie die Bedingungen zur vorzeitigen Vertragsbeendigung vor der Unterschrift, nicht erst dann, wenn Sie aussteigen wollen. Und gehen Sie bei der Wahl der Laufzeit nicht allein von der Monatsrate aus. Wenn absehbar ist, dass sich Ihre Situation innerhalb der Laufzeit ändern könnte, etwa durch einen Umzug, einen Stellenwechsel oder Familienzuwachs, ist eine kürzere Laufzeit oder ein Auto-Abo möglicherweise die passendere Lösung.
Pauschal ist keine der beiden Varianten günstiger. Was passt, hängt davon ab, wie lange Sie das Fahrzeug fahren wollen, wie planbar Ihre Kilometer sind und ob Sie Kapital binden möchten.
| Kriterium | Occasion leasen | Occasion kaufen |
| Einmalzahlung | meist nicht erforderlich | Kaufpreis muss finanziert werden |
| Monatliche Fixkosten | Leasingrate | bei Barkauf keine Finanzierungskosten |
| Eigentum | Leasinggesellschaft | Käuferin oder Käufer |
| Kilometerbegrenzung | in der Regel ja | nein |
| Vollkasko | meist verlangt | frei wählbar |
| Wiederverkaufsrisiko | grundsätzlich nicht beim Leasingnehmer | Käufer trägt das Restwertrisiko |
| Fahrzeugwechsel | nach Vertragsende einfach | Fahrzeug muss verkauft oder eingetauscht werden |
| Vorzeitiger Ausstieg | kann teuer werden | Fahrzeug kann verkauft werden |
| Änderungen am Fahrzeug | nur im Rahmen des Leasingvertrags bzw. mit Zustimmung | grundsätzlich frei |
| Lange Nutzungsdauer | nicht immer optimal | häufig sinnvoller |
Faustregel:
Leasing passt, wenn Ihre Jahreskilometer gut abschätzbar sind und Sie das Fahrzeug nach einigen Jahren wechseln wollen.
Kauf passt, wenn Sie das Auto lange behalten, viel oder unregelmässig fahren und frei darüber verfügen möchten.
Zwei Angebote lassen sich nur dann sinnvoll vergleichen, wenn Sie auf beiden Seiten dasselbe anschauen. Vier Punkte entscheiden:
Effektiver Jahreszins statt Monatsrate.
Enthaltene Leistungen.
Mehrkilometeransatz.
Rückgabebedingungen.
Emil Frey ist seit 1924 in der Schweiz tätig und führt 30 Automarken. Für die Occasionsfinanzierung arbeitet Emil Frey mit der MultiLease AG zusammen, einer Gesellschaft der Emil Frey Gruppe.
Was das für Sie bedeutet:
Markenübergreifende Auswahl.
Garantiert geprüfte Occasionen.
Batteriezustand bei gebrauchten Elektroautos.
Leasing direkt beim Fahrzeug rechnen.
Versicherung und Service im selben Gespräch.
Alternative Auto-Abo.