Land Rover Defender

Land Rover Defender: Der Tausendsassa ist zurück!

Die erst zweite Generation der Offroad-Ikone Defender von Land Rover fährt ins Scheinwerferlicht: Die einzigartigen Fähigkeiten des Ur-Landy hat der Neue behalten, in Sachen Komfort aber mächtig zugelegt.

Seine Fans können jubeln: Endlich ist er da, der neue Land Rover Defender! Eine Ikone des Automobilbaus – neu erdacht für das 21. Jahrhundert. Mit einem spektakulären Auftritt fuhr er an der IAA in Frankfurt ins Scheinwerferlicht: Der Offroader kroch kontrolliert eine Rampe mit einem 42-Grad-Gefälle auf den Messestand herab, als wärs das Selbstverständlichste der Welt.

 

Riesensprung von der Nachkriegszeit in die Neuzeit

Land Rover hat einen vollständig neuen Defender aufgelegt, zum ersten Mal in 71 Produktionsjahren. Denn der Ur-Landy rollte bis 2015 nur geringfügig modifiziert im englischen Solihull vom Band. Der Sprung von der Nachkriegszeit in die Neuzeit ist hervorragend gelungen: Beim Design passt sich der Defender dem Markenoutfit an, ohne seine Abstammung zu negieren. Auch das neue Fahrzeug ist fast zwei Meter hoch und Seiten sowie das Heck fallen nahezu senkrecht ab.

Mit einer Breite von gut zwei Metern und kräftig ausgeformten Radhäusern und macht er einen respektheischenden Eindruck. Es hat sogar Platz für einen dritten Sitz in Reihe eins: Gegen Aufpreis gibts einen so genannten Jumpseat, benannt nach den Klappsitzen in Flugzeugen, auf denen die Kabinencrew während Start und Landung sitzt.

 

Im Vergleich zum Vorgänger geradezu üppige Platzverhältnisse

Auch sonst ist üppig Platz vorhanden: Je nach Konfiguration reisen fünf oder sechs Insassen im dreitürigen "90er" – der später auf den Markt kommen wird – sehr bequem; im fünftürigen "110er" ist zusätzlich eine dreireihige Konstellation mit fünf plus zwei Sitzen möglich. Der Fünftürer bietet zudem ein Laderaumvolumen von 916 bis 2380 Liter.

Der Innenraum ist technisch geprägt nach dem Prinzip: Form follows function. Die verwendeten Materialien sind robust und leicht zu reinigen. Das Armaturenbrett aus pulverbeschichtetem Magnesium trägt unter anderem einen Instrumentenbildschirm für den Fahrer und einen Infotainmentscreen. Die Insassen sind jetzt immer online. Auf Wunsch ist auch ein farbiges Head-up-Display mit an Bord. Ebenso alle Fahrassistenzsysteme und Komfortfeatures.

 

Technische Meisterleistung

Gegenüber dem kultigen Vorgänger besitzt der neue Land Rover Defender verbesserte Fahreigenschaften auf Asphalt und schliesst auch in dieser Hinsicht zu den Oberklasse-SUVs auf. Das Auto verfügt jetzt rundum über Einzelradaufhängung. Trotz gesteigertem Komfort: Einen ganz besonderen Ehrgeiz legt der neue Landy bei der Geländegängigkeit an den Tag. Die Bodenfreiheit beträgt 291 Millimeter, der vordere Böschungswinkel 38 Grad und der hintere 40 Grad. Beim Kippwinkel gibt der Hersteller beim "90er" 31 Grad an und beim "110er" 28 Grad. Die maximale Wattiefe beträgt 90 Zentimeter – das reicht für die meisten Verwendungszecke abseits befestigter Strassen.

Über das Terrain Response System lassen sich die Fahreigenschaften an das jeweilige Gelände anpassen, wobei sich – eine Spezialität des Defender – die einzelnen Einstellungen auch individuell konfigurieren lassen. Wie schon beim Evoque gibt es auch für den Defender das „Clear-Sight Ground View“-System für eine bessere Orientierung im Gelände: Kameras zeichnen den Untergrund unmittelbar vor dem Fahrzeug auf und übertragen ein zusammengerechnetes Bild auf den Infotainment-Screen. Dadurch kann der Fahrer den Untergrund besser einschätzen und die beste Fahrspur finden. Ebenfalls hilfreich: Der Rückspiegel lässt sich per Knopfdruck auf Kameransicht umschalten. Die entsprechende Kamera sitzt in der Haifischflossen-Antenne.

Motorenmässig beginnt der Neue auf einer Stufe, die der Alte allenfalls vom Hörensagen her gekannt hat: ein Turbodiesel in zwei Leistungsstufen schickt 200 oder 240 PS an die Antriebsräder, die Reihenbenziner mit vier oder sechs Zylindern kommen auf 300 respektive 400 PS. Achtstufenautomatik, Allrad und Offroad-Fahrprogramme sind serienmässig.

 

Zubehör fürs Abenteuer

Land Rover hat für den Defender verschiedene Individualisierungspakete geschnürt und hält allerlei nützliches Zubehör fürs Abenteuer bereit. Dabei gehören Dinge wie der Schnorchel für Wasserdurchfahrten, eine ferngesteuerte elektrische Seilwinde oder die seitlich montierte, ausfahrbare Leiter zum besseren Erreichen des Dachträgers oder Dachzeltes zur unverzichtbaren Defender-DNA.

Motoren: 2.0 4-Zylinder-Benziner, 3.0 6-Zylinder-Benziner als Mildhybrid mit 48-Volt-Batterie, 2.0 4-Zylinder-Diesel in zwei Leistungsstufen / Leistung: 200–400 PS / Länge/Breite/Höhe: 4,76/2,01/1,97 m (Defender 110) / Laderaum: 916 – 2380 Liter / Wendekreis: 12,84 m / Wattiefe: 90 cm / Anhängelast: 3,5 t gebremst / Verbrauch, CO2-Ausstoss: 191–227 g/km / Energieeffizienzkategorie: F, G / Preis: Ab 63'300.– (D200 AWD AT, Basismodell) First Edition mit attraktiver Sonderausstattung ab CHF 88'300.– (D 240 AWD AT)