ABC Der genialen Helfer

Das Auto der Zukunft ist eine Art Computer auf Rädern. Doch bereits heute unterstützen Assistenzsysteme den Fahrer und greifen bei Bedarf ein.

Noch nie in seiner knapp 130-jährigen Geschichte hat sich das Auto so grundlegend verändert wie in den letzten beiden Jahrzehnten. Nicht nur in der Oberklasse, sondern auch in Kleinwagen bestimmen Heere moderner Fahrassistenten, was Motor und Fahrwerk zu tun haben. Sie helfen dem Fahrer auch, schwierige Verkehrssituationen zu meistern und, letzten Endes, Unfälle zu vermeiden. Die Technik soll besser sein als der Mensch am Steuer, der schon mal müde wird, abgelenkt ist oder zu schnell in die Kurve fährt. Dabei ist es noch nicht allzu lange her, da waren Sicherheitsgurte und Kopfstütze bereits das Ende der Fahnenstange, dann gab’s Fahrerairbag und Gurtstraffer, natürlich aufpreispflichtig. Erst in den 1990er-Jahren kamen als erste elektronische Sicherheitssysteme ABS und ESP serienmässig zum Einsatz.

Adaptive Temporegelung (ACC):
Adaptive Cruise Control hält (meist mittels Fernbereichsradar oder Kamera) den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug konstant, auch wenn dieses die Geschwindigkeit ändert. Bremst in Notsituationen.

Antiblockiersystem (ABS):
Wirkt beim Bremsen einem möglichen Blockieren der Räder durch Verminderung des Bremsdrucks entgegen. Das bewirkt eine bessere Lenkbarkeit und Spurtreue und verkürzt den Bremsweg auf nasser Strasse.

Antischlupfregelung (ASR):
Auch Traktionskontrolle genannt. Sorgt dafür, dass die Räder beim Anfahren nicht durchdrehen. Soll seitliches Ausbrechen des Fahrzeugs verhindern.

Ausparkassistent:
Sensoren im Heckstossfänger überwachen beim Ausparkieren rückwärts den Querverkehr.

Berganfahrassistent:
Verhindert ein Zurückrollen des Wagens und das Abwürgen des Motors beim Anfahren am Berg. Der Bergabfahrassistent sorgt bei extremem Geländegefälle für konstantes Schritttempo.

Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP):
Diese Fahrdynamikregelung soll durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder verhindern, dass der Wagen ausbricht (durch Über- oder Untersteuern).

Head-up-Display:
Wichtige Daten wie die Tempoanzeige werden zusätzlich an die Frontscheibe projiziert. Beim Ablesen braucht der Fahrer den Blick nicht von der Strasse abzuwenden.

Keyless Entry:
Automatisches Schliessund Startsystem; der Schlüssel braucht nicht in die Hand genommen zu werden.

Kurven- und Abbiegelicht:
Beim Advanced Front-Lighting System (AFS) schwenken die Scheinwerfer mit den Vorderrädern mit und leuchten Kurven aus. Das statische Abbiegelicht leuchtet den Abbiegebereich aus.

Lichtassistent:
Automatisches Auf- und Abblenden per Lichtsensor. Dämmerungssensor schaltet Fahrlicht bei Tunneldurchfahrt oder einsetzender Dunkelheit ein.

Navigationssystem:
Führt den Fahrer akustisch über eine Ansage und optisch über ein Display ans gewünschte Ziel. Bei der dynamischen Zielführung erkennt der elektronische Pfadfinder Staus usw. und bietet eine alternative Route an.

Notbremsassistent:
Bei akuter Kollisionsgefahr unterstützt diese «vorausschauende » Funktion eine Notbremsung oder leitet sie sogar selbsttätig ein. Speziell wirksam im Stop-and-go-Verkehr. Zum Teil auch mit Fussgängererkennung.

Parkassistent:
Die Parklenkautomatik findet eine passende Parklücke und lenkt den Wagen wie von Zauberhand selbstständig hinein. Der Fahrer bedient lediglich Schaltung, Gas und Bremse.

Regensensor:
Schaltet die Scheibenwischer ein und steuert sie je nach Regen- intensität.

Reifendruckkontrollsystem:
Überwachung des Reifendrucks, um unnötigen Reifenverschleiss und Treibstoffverbrauch, die durch fehlerhaften Reifendruck verursacht werden, einzuschränken.

Rückfahrkamera:
Sie schaltet sich beim Einlegen des Rückwärtsganges ein und bildet auf einem Monitor im Cockpit den Bereich hinter dem Fahrzeug ab. Dazu werden verschiedenfarbige Hilfslinien eingeblendet, die Lenkeinschlag und Abstände anzeigen. Meist in Verbindung mit Parksensoren. Speziell hilfreich auch beim Ankuppeln eines Anhängers. Surround- View-Systeme mit weiteren Kameras erzeugen ein Bild aus der Vogelperspektive.

Spracherkennung:
Radio, Navi und Smartphone lassen sich mit der Stimme bedienen. Die Hände bleiben am Lenkrad.

Spurhalteassistent:
Warnt vor ungewolltem Überfahren von Spurlinien, zum Beispiel durch eine Vibration am Lenkrad. Einzelne Systeme geben auch (sanft) Gegensteuer.

Totwinkelwarner:
Optische Warnung vor Autos im toten Winkel, ergänzt durch eine akustische Warnung, falls man trotzdem die Spur wechselt.