Aktive Steuer-Erklärung: Quer Lenken, gerade Denken

Mit einem würzigen Mix aus Theorie und Praxis kann man in der Antischleuderschule Regensdorf Autos auf Asphalt und Offroad im Grenzbereich erfahren. Eine ASSR-Rutschpartie ist lehrreich und eignet sich auch hervorragend als Teamevent.

Es ist eine Gradwanderung mitten im Schlupf der Fahrphysik: Immer wieder fahren die Teilnehmer des Antischleuderkurses nacheinander mit den ASSR-Testautos auf die bewässerte Rutschfläche des Regensdorfer Testgeländes. Der Reibwert des nassen Belags gleicht dem von Glatteis und ein minimaler Lenkimpuls reicht, dass die Fahrzeuge ausbrechen und quer über die Bahn schliddern. Mit maximal 40 km/h sollen die Teilnehmer auf die Fläche fahren. Wer es schneller wagt, hat kaum eine Chance, sein Auto wieder in die richtige Richtung, geschweige denn in die ursprüngliche Fahrspur zurückzulenken.

Die Übung stellt eine Ausweichsituation auf einer Autobahn nach. «Wer es nie übt, ein schleuderndes Auto wieder auf Kurs zu bringen, braucht in einer realen Extremsituation nicht darauf zu hoffen, dass er es schafft», erklärt Zentrumsleiter Markus Rhyner. «Am wichtigsten ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren, anstatt hektisch oder gar panisch zu reagieren. Und man muss beim Gegenlenken immer dorthin schauen, wo man wieder hin möchte – also geradeaus – und nicht dorthin, wo das Auto hinzuschleudern droht», betont er. Ein grosses, symbolisches Auge, aufgestellt am Ende der rutschigen Fläche, soll den Teilnehmern dabei helfen. Es dient ihnen während ihrer Rutschpartie als Fixierpunkt für die richtige Blickrichtung. «Lasst es nie aus den Augen», mahnt Rhyner.

Egal ob normales Auto oder Lieferwagen mit und ohne Anhänger, egal ob SUV, Wohnmobil oder Motorrad – mit nahezu jedem Fahrzeugtyp darf man bei der ASSR ins Rutschen kommen und dabei den Grenzbereich ausloten. Bewusst richtet sich das Kursangebot an Privat- und Berufsfahrer, die bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit unterwegs sind. In spezifischen Kursen werden die Teilnehmer auf Gefahrensituationen vorbereitet, in die sie mit den jeweiligen Fahrzeugen kommen können. Die Rutschflächen des Testgeländes und der neue Offroad-Park bieten jederzeit optimale Voraussetzungen zu trainieren, wie man ein schleuderndes Auto am besten wieder unter Kontrolle bringt oder wie man seinen SUV geschickt durchs Gelände manövriert. Für Motorradfahrer bietet die ASSR neben Fahrsicherheits- und Schräglagentrainings auch reine Rennstreckenkurse an.

Die Mischung bringt's
Natürlich darf dabei auch die Theorie nicht zu kurz kommen: Welche Sitzposition ist die richtige und warum ist das so? Wie fasst man das Lenkrad richtig an und warum macht man das so? Wie bremst man in welcher Situation richtig? Und überhaupt: Wie steigt man aus einem Auto, das auf dem Dach liegt, ohne sich zu verletzen – schliesslich hängt man ja kopfüber noch im Gurt fest?

Ungezwungen das Limit erleben
Pädagogisch geschickt, lebhaft bis scherzhaft, geben die Kursleiter viele Antworten und vermitteln wichtige Fakten mithilfe eindrücklicher Beispiele, erklären Sachverhalte kurzweilig, aber einprägsam in ungezwungener Atmosphäre. Das ist auch für die praktischen Übungen wichtig. Jederzeit werden Teilnehmer unterstützt, Hemmungen zu überwinden und die Übungen zu fahren. Daher sind ASSR-Antischleuderkurse auch als Teamevent sehr beliebt. Denn dann lernt man die Grenzen der Fahrphysik und die Kollegen noch spielerischer kennen.

Sicherer Fahren!
Innerhalb der Emil Frey Gruppe gibt es in der Schweiz mit der Antischleuderschule Regensdorf (www.assr.ch) und dem Driving Center Schweiz (www.drivingcenter.ch) zwei moderne Fahrsicherheits- und Eventzentren mit einem umfangreichen Angebot an Fahrtrainings und Weiterbildungskursen für nahezu alle Fahrzeugtypen (Auto und Motorrad) an vielen verschiedenen Standorten.