Repag ProAce mit Solarzellen

Repag: Immer cool bleiben

Kühlfahrzeuge aller Art sind das Fachgebiet der Repag. Mit über 25 Jahren Erfahrung heizt das Unternehmen aus der Emil Frey Gruppe sein cooles Geschäft neu mit wärmenden Sonnenstrahlen an.

 

Zwei Wochen nach der ersten Idee stand der zum Kühltransporter umgebaute Toyota Proace bereits mit den aufgeklebten Solarzellen auf dem Dach in der prallen Sonne. «Ein Wochenende unter blauem Himmel hat gereicht, und der Lithium-Ionen-Akku war durch natürliches Licht fast vollständig geladen», erzählt René Maurer – und ist sichtlich zufrieden. Mit seinem fünfköpfigen Team hat der Geschäftsleiter der Repag in Gossau das Pilotprojekt mit der Solarenergie und der Lithium-Batterie in Eigenregie umgesetzt.

Batterie statt Kompressor
Während normale Kühlsysteme die Temperaturen in Kühlfahrzeugen dieser Grösse mithilfe eines Kompressors erzeugen und konstant halten, der über den Motor angetrieben wird, übernimmt das im Repag-System eine leistungsfähige Lithium Super B Batterie. Der Clou: Sie funktioniert auch unabhängig vom Fahrzeugmotor. Ist sie vollständig geladen, reicht ihre gespeicherte Energie, um die Kältekammer des Toyota Proace mit 60 Millimeter dicker Isolation bei einer Aussentemperatur von 20 Grad plus 1,5 Stunden lang auf minus 15 Grad zu halten, ohne dass der Fahrzeugmotor läuft. Das ist genug Zeit für eine Mittagspause, ohne die Kühlkette zu unterbrechen.

Konzeptionen samt Einbauten von Kühlsystemen, die Reparatur, Vermietung und der Verkauf von Kühlfahrzeugen für Supermarktketten, Käsereien, Fisch- und Getränkehändler, Catering-Unternehmen oder Blumenhändler sind das tägliche Business der Repag. Dabei verlangt jede Installation in ein Fahrzeug eine individuelle Lösung; eine Serienproduktion ist dadurch undenkbar. Die erforderliche Kühlleistung eines Systems wird durch die zu transportierenden Waren, die dafür vorgeschriebenen Temperaturen und die dadurch bedingten Wärmedurchgangskoeffizienten der Isolierung bestimmt», weiss Maurer.

Sonnenklar
Neue, noch strengere Vorschriften für Pharmatransporte haben ihn und sein Team auf die Idee mit der Lithium-Batterie samt Solartechnik gebracht. Weil der Akku während der Fahrt permanent von der Lichtmaschine und der Sonnenenergie gespeist wird, kann der Solar-Proace die Kühlung in seinem Frachtraum je nach Anforderung bis zu zwei Stunden auch gewährleisten, während er parkt. «Der Knackpunkt ist die leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterie», erklärt Maurer, denn sogar starke Autobatterien waren bei Versuchen nach nur zwölf Minuten leer.

Das System ist so konzipiert, dass der Lithium- Ionen-Akku auch problemlos an normalen Steckdosen aufgeladen werden kann. Die dafür notwendige Technik – ein Inverter, der Gleichstrom in Wechselstrom wandelt, sowie das Lade- und ein Steuergerät – ist gut zugänglich unter dem Beifahrersitz untergebracht. Und den Ladezustand des Akkus kann der Fahrer direkt per Smartphone-App abfragen.