Carosserie wird repariert

Alles wie neu

Der Carrosseriespengler sorgt dafür, dass beschädigte Fahrzeuge ihre ursprüngliche Form zurückerhalten. Oliver Dürrenberger übt den Beruf seit Beginn seiner Ausbildung im Jahr 2008 aus.

Für Carrosseriespengler ist ein grosses Interesse an Fahrzeugen unabdingbar. Doch es braucht mehr. Als weitere wichtige Voraussetzungen nennt Oliver Dürrenberger ein Auge für Formen und Fingerspitzengefühl. «Schliesslich ist das Blech, das der Carrossier hauptsächlich bearbeitet, gerade einmal 0,8 Millimeter stark.» Seine Berufswahl hat der 25-Jährige noch nie bereut. «Auch nach bald zehn Berufsjahren bietet der Job viel Abwechslung, denn kein Schadenfall gleicht dem anderen.» Das siebenköpfige Spenglerei-Team der Emil Frey AG, Autowelt Basel-Dreispitz, davon ein Auszubildender, kriegt es mit Schäden aller Art zu tun. Vom arg zerbeulten Unfallauto über Hagelbis zu Parkschäden. Hochbetrieb herrscht gemäss Oliver Dürrenberger jeweils nach Glatteis, Hagel und den Ferien.

Auf einem Auftragspapier sind alle auszuführenden Arbeiten aufgelistet, wobei es die unterschiedlichsten Herstellervorschriften und Fahrzeugbauweisen sowie hohe Sicherheitsanforderungen zu beachten gilt. Die Hebebühnen und Oliver Dürrenbergers Werkzeugwagen stehen täglich im Einsatz. Öfter in Gebrauch sind auch die Schweissanlage sowie die Richtbank, auf der gestauchte Autos rückverformt werden. Bei grösseren Schäden kommt die klassische Methode zum Zug: Es wird gerichtet, mit neuen Techniken ausgebeult, grundiert, gefüllert, lackiert und poliert; nicht reparierbare Teile werden ausgebaut und ersetzt. Kleinere Lackschäden werden durch Spot Repair behoben. Dabei werden lediglich die betroffene Stelle und die unmittelbare Umgebung behandelt. Dellen, die auf Hagel oder einen Parkschaden zurückzuführen sind und bei denen der Lack heil geblieben ist, begradigt der «Beulendoktor » mithilfe von Drück- und Klebetechniken.

Der Autobau und damit der Beruf des Carrossierspenglers haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt. Egal ob Scheinwerfer, Cabrio-Dach oder Schlösser, nichts im Auto läuft mehr ohne Elektronik. Vorne und hinten sind Radarsensoren und/oder Kameras eingebaut, die Karosserieteile entsprechend verkabelt. Es werden immer mehr neuartige Kunststoffe und hochfesten Stähle, Carbon und Aluminium repariert. «Das alles macht unsere Arbeit anspruchsvoll und bedingt eine enge Zusammenarbeit mit der Werkstatt », sagt Dürrenberger.

Würde der Kunde sein Auto abholen, nachdem der Carrosseriespengler seine Arbeit beendet hat, nähme er quasi einen ungeschliffenen Diamanten in Empfang! Denn um Schäden gänzlich ungeschehen zu machen, braucht es noch den Lackierer und sein gutes Auge für Farbtöne. Dieser ist Herr über die Mischrampe mit über hundert Lackfarben, mit denen sich mit Hilfe des Computers alle gebräuchlichen Autolacke herstellen lassen. In der Einbrennkabine erhält das Auto den neuen Lack und beim Finish den Glanz zurück. – Zufrieden sind die Fachmänner erst, wenn der Kunde anerkennend feststellt: «Sieht aus wie neu!»


Carossierspengler Basel-Dreispitz

Oliver Dürrenberger

Alter
25 Jahre

In der Autowelt seit
1. Juni 2015

Erlernter Beruf
Carrossier Spenglerei EFZ

Weiterbildung
Markenspezialist auf den Marken BMW und Bentley

Familie
In festen Händen

Hobby
Viel Aktivsport

Lieblingsessen
Bratwurst mit Rösti «Ich habe aber grundsätzlich alles gern.»

Traumreiseziel
«Ich möchte noch einmal nach Hawaii.»

Was ihm in der Autowelt Basel-Dreispitz speziell gefällt
«Das selbstständige Arbeiten, das Arbeitsmodell sowie das Arbeitsklima.»